Tohio Hotel

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Kapitel 92

**Eazys Sicht**

Ganz unauffällig hingen Georg und ich jetzt vor Tom´s Zimmertür und belauschten das Gespräch der Beiden. Mein Name war auch schon gefallen, umso mehr spitzte ich meine Ohren. "Hast du mich in der kurzen Zeit so vergessen gehabt, dass du einfach so mit Eazy schläfst?", hörte ich Anna fragen. Ich presste mein Ohr noch näher an die Tür, um genau zu hören, was Tom wohl antworten würde. Das uns einige Hotelgäste kritisch ansahen, interessierte uns herzlich wenig. Es war eine zeitlang still, wahrscheinlich suchte Tom mal wieder nach den passenden Worten. Leise seufzte ich. "Nein, ich hab dich nicht vergessen. Es war einfach, unsere Beziehung war schon Alltag und irgendwie war das mit Eazy mal etwas anderes..", antwortete Tom ziemlich leise, so dass wir uns anstrengen mussten, es zu verstehen. Georg zog scharf die Luft ein und legte mir eine Hand auf die Schulter. War ich etwa nur so etwas wie eine Ablenkung für Tom? "War sie nur ne Ablenkung für dich, oder was?", sprach Anna dann schon meine Gedanken aus. "Ne, es waren schon Gefühle dabei. Aber mittlerweile bereu ich es auch total und es tut mir einfach nur schrecklich leid. Erstens hab ich dadurch dich verloren, zweitens ist mein Verhältnis zu Bill sehr geschwächt worden und drittens auch noch die Freundschaft zu Eazy..", erklärte Tom. "Da hat wohl jemand nen schlechtes Gewissen.", sagte Anna. Ich sah zu Georg und machte ihm klar, dass wir die Beiden doch lieber alleine lassen sollten, schließlich mussten sie das erstmal unter sich klären. Georg verschwand dann zu Gustav und ich ging wieder auf mein Zimmer.
Mittlerweile war es schon etwas dunkler draußen. Ich stand auf dem Balkon meines Zimmer und beobachtete das ganze Getummel auf der Straße. Wahrscheinlich würde ich mit Anna jetzt irgendwo in Stuttgard rumhängen, so wie früher auch. Doch seitdem wir die Jungs kennengelernt hatten, lief ja sowieso alles anders. Wir hatten schon soviel durchgemacht und manchmal wünschte ich mir doch die alten Zeiten wieder zurück. Im Moment lief ja sowieso alles drunter und drüber. Vorallen jetzt wo Anna wieder da war. Ich wusste nicht wie ich mit ihr umgehen sollte. Sie war sicherlich noch ziemlich sauer auf mich, wenn sie mich nicht sogar hasste. Irgendwie vermisste ich sie schon und die ganze Scheiße, die ich mit ihr zusammen machen konnte, aber so würde es wahrscheinlich nie wieder sein. Oft hatte ich auch mit meiner Mum telefoniert, die ja immernoch in den Staaten war, und ihr von meinen Problemen erzählt. Sie bot mir immerwieder an, noch in die USA zukommen, aber das konnte ich dann doch nicht bringen. Man sollte nicht immer vor seinen Problemen weglaufen. Und meine größten Probleme waren halt im Moment Anna und Bill. Langsam glaubte ich eigentlich schon gar nicht mehr dran, dass Bill mir noch eine Chance geben würde, denn dafür hatte ich sein Vertrauen zu sehr missbraucht. Er war halt ein sehr sensibler und emotionaler Mensch, ihn hatte das einfach zu sehr verletzt, was ich ja verstehen konnte und ich könnte mich immernoch dafür schlagen mit Tom ins Bett gestiegen zu sein, doch da hat mein Verstand wohl einfach zu sehr ausgesetzt. Laut seufzte ich auf und die kühle Abendluft schlug mir ins Gesicht. Am liebsten würde ich jetzt einfach hier raus und irgendwohin laufen, egal wohin, einfach nur weg. Ich setzte mein Gedaken gleich in die Tat um, streifte mir eine Jacke über, zog meine Schuhe an und wollte gerade mein Zimmer verlassen, da klopfte es. Schleppend machte ich die Tür auf. Vor mir stand Bill. Ich musste leicht hochsehen, da er einen guten Kopf größer war als ich. "Hi.", lächelte er mich dann an. "Hey.", gab ich zurück. "Wolltest du weg?". "Ja, bisschen rumlaufen.", gab ich ihm als Antwort. "Darf ich mitkommen?", fragend sah er mich an. Ich nickte nur und zusammen verließen wir dann das Hotel.
Ziemlich lange gingen wir einfach nur schweigend nebeneinander her. Irgendwann kamen wir dann in einen alten Park, wo sich nurnoch wenige Leute rumtrieben. Als wir an einem Spielplatz vorbeikamen, ließ ich mich auf eine Bank fallen und schabte mit meinen Schuhen den Sand auf. Bill ließ sich neben mir nieder und wieder trat dieses Schweigen ein. "Ich hab nachgedacht..", unterbrach er dann irgendwann die Stille, so dass ich kurz zusammenzuckte. "Aha.", sagte ich schon fast ängstlich vor seiner Entscheidung. Meine Augen brannten schonwieder höllisch und in meinem Hals bildete sich ein Kloß. Ich konnte Bill nicht einmal ansehen, dann hätte ich wieder losgeheult. "Jeder Mensch macht Fehler, niemand ist perfekt. Und man hat im Leben immer eine zweite Chance verdient." redete Bill weiter und ich konnte das leichte Lächeln auf seinen Lippen schon fast spüren. Jetzt wagte ich es doch zu ihm aufzusehen. Bill rutschte etwas näher zu mir und berührte meine Hand leicht. "Es tut mir leid, dass alles mit Tom. Aber mir ist durch die Sache auch klar geworden, dass ich dich brauche und das ich niemand anderen will.", flüsterte ich heiser. Es fiel mir immer schwerer die Tränen zurück zu halten. Bills Lächeln wurde etwas breiter. "Ich vermisse dich.", sagte er dann etwas leiser und streichelte schüchtern über meinen Handrücken. "Ich dich doch auch.", jetzt konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten und ließ ihnen einfach freien Lauf. Unaufhaltsam rollten sie meine Wangen herunter. Bill zog mich näher zu sich ran und sah mir tief in die Augen. Seine Hand ruhte immernoch auf meiner. Langsam näherten sich unsere Gesichter bis sich schließlich unsere Lippen nach so langer Zeit wieder berührten. Sofort kam dieses alte wohlige Gefühl wieder hoch. Das alt bekannte kribbeln im Bauch, die Gänsehaut und dieses Gefühl, die ganze Welt umarmen zu können. Es war wie beim ersten Kuss. Immernoch liefen mir Tränen über die Wangen. Bills freie Hand wanderte jetzt an meine Wange, die er zärtlich streichelte, während sich seine Zunge den Weg in meinen Mund suchte.
Noch ewig saßen wir so auf der Bank, bis wir schließlich ziemlich spät den Park verließen. Ich ging noch mit zu ihm aufs Zimmer. Im Bett kuschelte ich mich dann eng an ihn und war einfach nur glücklich in wieder zu haben. Morgen würde ich es vielleicht auch wagen mit Anna zu reden, wer weiß was der morgige Tag mit sich bringt.
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